Die Riester-Rente hat sich fast schon zum Standard privater Rentenvorsorge entwickelt – enthält sie doch zwei wesentliche soziale Komponenten: 1. Der Bezug auf das Brutto-Gehalt macht das Konzept speziell für einkommens-schwächere Arbeitnehmer interessant. Und 2. Die Zulagen für jedes Familienmitglied bringen eine starke Förderung für kinderreiche Familien.

 

 

Riester - die wahre Familienförderung

 

Gerade darin liegt inzwischen aber die Gefahr! Die breite Diskussion rund um die Riester-Förderung hat vielfach zu einer unkritischen Einstellung geführt: Man riestert... Tatsächlich aber sollte auch beim »Riestern« zuvor die individuelle Situation analysiert und abgewogen werden. Nicht für jeden ist die sogenannte Zulagen-Rente die ideale Form der Zusatz-Vorsorge! Ganz im Gegenteil!

 

Basis der Bezuschussung sind folgende Eckdaten: Setzt er oder sie mindestens vier Prozent des Bruttolohns ein, fließen 100 Prozent der Förderungen: jährlich je 175 € jeweils für den Vertragspartner und den Ehegatten; je 185 € für jedes versorgungspflichtige Kind; und sogar 300 € für Kinder, die seit 2008 geboren wurden.

 

Singles oder kinderlose Paare beispielsweise erhalten also deutlich geringere Zulagen. Und durch den Bezug auf das Bruttogehalt (mindestens vier Prozent) steigt für Besserverdienende der geforderte Eigenbeitrag erheblich.

 

Die Idealkonstellation für Riester lässt sich einfach zusammenfassen: Geringer Bruttoverdienst (ideal z.B. für Halbtagskräfte!) und eine kinderreiche Familiensituation machen Riester sehr lohnend. Je weiter man von diesem »Ideal« entfernt ist, desto kritischer muss nachgerechnet werden.

 

Die mögliche Alternative heißt »Modell der steuerlichen Bezuschussung« und bietet sich an bei höheren Einkommen und weniger oder keinen Kindern. Hier übertrifft der Steuereffekt die geringe Zulagensumme, wenn der gesamte Beitrag steuerlich voll abgeschrieben wird.

 

Für Riester gilt also: Wegen der umfassenden Details ist eine individuelle Beratung aller Faktoren zwingend notwendig! Unsere Experten freuen sich auf die Gespräche. Für erste Vorab-Informationen empfehlen wir Ihnen den sehr guten Wikipedia-Eintrag.

 

Götz · Betriebsrenten

 

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Corona Spezial:

 

Die aktuelle Situation zwingt derzeit sehr viele Betriebe zu Kurzarbeit. Sollten Sie ebenfalls davon betroffen sein, hier einige wichtige Hinweise:


1. Der steuerliche und Sozialversicherungs-Vorteil im Rahmen der bAV (Entgeltumwandlung) bleibt auch bei teilweiser Kurzarbeit erhalten, weil die steuerliche Betrachtung durch den sogenannten "Progressions-Vorbehalt" so gewichtet wird, als summiere sich das "Teilzeit-Brutto" mit dem Kurzarbeitsgeld zu einem "rechnerischen" Gesamtbrutto.


2. Sollte jedoch eine 100%-Kurzarbeit eintreten, läuft der Progressions-Vorbehalt natürlich ins Leere, weil kein bewertbares Teilzeit-Brutto existiert. Dann wäre die bAV eine zusätzliche Belastung im verfügbaren Einkommen der Mitarbeiter!
Für diesen Fall bieten die Gesellschaften als "Corona-Soforthilfe" eine besondere Beitragsaussetzung an. Dabei bleibt der Versicherungsschutz (auch die Todesfall-Leistungen) voll erhalten.

 

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